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Humanressourcen - Veranstaltungen | publié par Loyco | 11.12.2025
Zusammenfassung rh-Event

KI und die Zukunft der Arbeit: Was der Mensch bewahren muss

Künstliche Intelligenz verändert unsere Berufe mit einer nie dagewesenen Geschwindigkeit. Es ist mehr als eine Frage der Technologie, es ist eine menschliche Herausforderung, die die Unternehmenskultur stärker beeinflusst als man denkt. Wir werfen einen Blick auf die wichtigsten Erkenntnisse unserer Veranstaltung vom 13. November „Wenn der Mensch die KI ankurbelt, erhellt sich die Zukunft der Arbeit“ in Zusammenarbeit mit HR Today.

Wir waren 230 Personen, die sich an diesem Tag im Royal Savoy versammelten, um über die Auswirkungen der KI-Revolution auf die Arbeitswelt zu diskutieren. Aber dieses Mal mit neuen Perspektiven. Die der Vernunft und nicht der Dringlichkeit, der menschlichen Fähigkeiten und nicht der maschinellen Kompetenzen. Kurz gesagt, ein notwendiger Schritt zurück angesichts einer Transformation, die jeden Aspekt unseres Lebens durchdringt und sowohl Begeisterung als auch Besorgnis hervorruft.

Die drei Redner Gregory Pouy, Justine Dima und Christophe Barman ergänzten sich gegenseitig in ihrer Sichtweise.

Gregory Pouy: Panikmache und soziologische Folgen

Gregory Pouy forderte dazu auf, sich von der Panikmache über KI zu distanzieren und sich bewusst zu machen, dass diese oft von Gründern von KI-Unternehmen geäußert wird, die versuchen, Investoren von der Zukunft und dem Wert ihrer Organisationen zu überzeugen. Seiner Ansicht nach geht es nicht so sehr um den Verlust von Arbeitsplätzen, sondern um die Veränderung von Aufgaben: Etwa 10 % der Berufe könnten stark beeinflusst werden, während 50 % der Aufgaben automatisiert werden. Die entscheidende Frage sei dann, wie die eingesparte Zeit genutzt werden könne.

Er warnte auch vor dem Risiko des „Deskilling“, d.h. dem Verlust von Fähigkeiten, der durch den systematischen Einsatz von KI verursacht wird. In der Tat wird der Mensch, der seiner „faulen“ Natur treu bleibt, natürlich dazu neigen, die KI zu nutzen, um weniger zu arbeiten und weniger Aufwand zu betreiben.

Über die technischen Aspekte hinaus betonte er die psychologischen und soziologischen Folgen der massiven Einführung der KI: Fragmentierung des Kollektivs, Verlust der Anerkennung und Spaltung der Generationen. Um dem entgegenzuwirken, empfiehlt er die Entwicklung von vier wesentlichen menschlichen Säulen: Konnektive Intelligenz, emotionale Intelligenz, tiefe kreative Intelligenz und soziale Intelligenz.

Justine Dima: Komplementarität der Aktionsgebiete

Justine Dima konzentrierte sich in ihrem Vortrag auf die Geschwindigkeit, mit der Fähigkeiten veralten: ihre Lebensdauer ist von 30 Jahren auf weniger als 5 Jahre gesunken. Sie erläuterte die Komplementarität zwischen Mensch und Maschine und unterschied zwischen Aktivitäten, die menschlich bleiben müssen (kreieren, beurteilen, führen, Empathie) und solchen, die von der KI übernommen werden müssen (massive Datenverarbeitung, Vorhersage). Sie identifizierte drei Bereiche von Schlüsselkompetenzen, die inhärent menschlich bleiben: kognitive und reflexive Fähigkeiten (kritisches Denken, Neugier, digitale Kompetenz), soziale und zwischenmenschliche Fähigkeiten (Kommunikation, Zusammenarbeit, Führung) und Selbstregulierung (Resilienz, Anpassungsfähigkeit). In Anlehnung an Gregory Pouy betonte sie auch das „Paradox der Anstrengung“, um dem Risiko des „Deskilling“ zu begegnen: Je mehr die Technologie vereinfacht, desto mehr muss die intellektuelle Anstrengung kultiviert werden. Um diesen Wandel zu unterstützen, empfiehlt sie die Schaffung einer flexiblen Lernumgebung, die Bereitstellung von Zeit für die Ausbildung und die Antizipation schwacher Signale.

Christophe Barman: Praktischer Fall einer Umwandlung

Christophe Barman brachte die Perspektive seines kleinen Unternehmens ein, das mit der Automatisierung von Verwaltungsaufgaben konfrontiert ist und schätzte, dass 50 % der Aufgaben innerhalb von zwei Jahren von der KI übernommen werden könnten. Für Loyco ist die Transformation in erster Linie eine kulturelle Transformation: Sie bedeutet, dass die Existenzberechtigung überdacht und gemeinsam mit den Mitarbeitern aufgebaut wird. Das Unternehmen setzt auf vorausschauende und operative Innovation, indem es neue Rollen definiert und Kompetenzlücken durch maßgeschneiderte Schulungen schließt.

Er veranschaulichte diesen Ansatz am Beispiel des Healthcare-Teams, dessen Verwaltungsaufgaben sich zu Funktionen entwickeln, die stärker mit dem Gesundheitsmanagement in Unternehmen verbunden sind. Diese Veränderung erfordert die Entwicklung menschlicher Fähigkeiten, die für die Betreuung der Kunden wichtig sind, wie z.B. Psychologie. Es geht also darum, sowohl neue Kompetenzen als auch Soft Skills zu erwerben, die an diese neuen Berufe angepasst sind. Um dies zu erreichen, praktiziert Loyco insbesondere das „reskilling balance“, indem die durch die KI eingesparten Stunden in die Ausbildung reinvestiert werden.

Für Christophe Barman ist es die Stärke der Menschlichkeit und der Werte, die während der gesamten Transformation die Grundlage für das Vertrauen der Kunden in die Organisation bilden wird. Es geht also darum, diese Werte weiter zu kultivieren.

Der Runde Tisch: Unternehmenskultur und psychologische Sicherheit

Florent Bondoux, Chloé Kessi und Léa Coucourde gesellten sich dann zu unseren Rednern am Tisch. Ihr Austausch führte zu weiteren Überlegungen über die Unternehmenskultur und die psychologische Sicherheit. Angesichts der mit KI verbundenen Ängste betonten die Redner, wie wichtig es sei, die Herausforderungen zu benennen, eine Kultur des Vertrauens aufzubauen, Experimente zuzulassen und das Recht auf Fehler zu kultivieren. Zu den bewährten Praktiken gehören das Lernen durch „Quick Wins“, Kundennähe und die Einrichtung von Botschafternetzwerken zur Verbreitung von Upskilling und bewährten Praktiken im Zusammenhang mit KI. Die Rolle der Personalabteilung wird als zentral angesehen: Risikomanagement, Erleichterung der Mitarbeitererfahrung und Integration der KI mit einer klaren Vision und einer selbstbewussten Ethik. Der Wert liegt nicht im Werkzeug, sondern in der Neugestaltung der Prozesse.

Das Schlusswort: Stärken Sie das, was uns einzigartig macht
Diese Veranstaltung zeigte das Ausmaß der industriellen und kognitiven Revolution, die von der KI angetrieben wird, sowie die Beschleunigung des Veraltens von Fähigkeiten, die sie mit sich bringt. Mehr noch als Arbeitsplätze verändern sich Aufgaben, die uns zwingen, das zu stärken, was uns einzigartig macht: kritisches Denken, Kreativität, Empathie und Zusammenarbeit. Um erfolgreich zu sein, müssen Organisationen auf lebenslanges Lernen setzen, das Kollektiv bewahren und psychologische Sicherheit gewährleisten. Die Zukunft gehört den Unternehmen, die den Menschen und seine Werte in den Mittelpunkt ihrer Strategie stellen.

Weiterführende Informationen
White Paper – KI und die Transformation von Organisationen: HR an vorderster Front

Anm.: Dieser Artikel wurde auf Französisch verfasst und automatisch ins Englische und Deutsche übersetzt.