Zurück
Steuerung | publié par Loyco | 05.05.2026

Vom Daseinszweck zu den Projekten

Warum existiert Ihre Organisation und welche Vision leitet ihre Entwicklung? Die Klärung dieser Elemente bildet ein wesentliches Fundament, um Strategie- und Teamziele zu definieren und anschließend darauf abgestimmte, sinnstiftende Projekte umzusetzen. Aber wie geht man dabei vor? Die Antwort finden Sie in diesem Artikel, der auf unseren internen Erfahrungen basiert.

Die umgekehrte Pyramide: Vom Daseinszweck zu den ProjektenVor Kurzem haben wir bei Loyco beschlossen, unseren Daseinszweck (Raison d’être) neu zu überdenken, um uns an die Entwicklung unserer Berufe sowie an den wirtschaftlich-gesellschaftlichen Kontext anzupassen. Es wird Sie nicht überraschen, dass wir dafür eine partizipative Methode gewählt haben.

Wie sind wir vorgegangen? Welchen Prozess haben wir durchlaufen? In diesem Artikel teilen wir die Methodik, die wir getestet haben und die wir heute bei unseren Kunden im Rahmen unserer Mandate mit dem Team „Zukunft der Organisationen“ anwenden.

Die Organisation mit einem klaren Kurs steuern

Für uns beginnt alles mit dem Daseinszweck: Er drückt eine klare und gemeinsame Absicht aus und dient als Kompass, um die Entscheidungen und Handlungen der Organisation langfristig auszurichten.

Damit er für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sinnstiftend ist, wird dringend empfohlen, ihn gemeinsam mit einer repräsentativen Gruppe aus jedem Team oder mit allen Mitgliedern der Organisation zu erarbeiten.

Im Jahr 2025 wurde der Daseinszweck von Loyco so gemeinsam mit unseren 140 Mitarbeitenden neu überdacht, basierend auf der Ikigai-Methode, inspiriert vom Permaenterprise-Ansatz. Dieser Ansatz beruht auf vier grundlegenden Fragen:

  • Was wir lieben
  • Worin wir gut sind
  • Was die Welt braucht
  • Wofür wir bezahlt werden könnenIkigai-Schema, eine Methode, die zur Identifizierung des Daseinszwecks eines Unternehmens verwendet werden kann

Bei unserem jährlichen Betriebsausflug haben wir daher gemeinsam über diese verschiedenen Elemente nachgedacht und sie aufgelistet. Eine Arbeitsgruppe hat sie anschließend zusammengefasst. Danach schlugen die Teamkoordinatoren drei Formulierungen für den Daseinszweck vor, über die alle „Loycomates“ in einer konsultativen Abstimmung entschieden haben. Das Marketing-Team hat dann in Zusammenarbeit mit dem Kultur-Team die verschiedenen Elemente aufgegriffen, um den endgültigen Daseinszweck wie folgt zu formulieren:

Unser Daseinszweck
Organisationen inspirieren und begleiten, um ihre Resilienz zu stärken und die nachhaltige Wirtschaft von morgen aufzubauen.

Die Vision: Die Richtung, die wir uns geben

Die Vision übersetzt den Daseinszweck in eine konkrete Projektion. Sie formalisiert die Ambition der Organisation, indem sie folgende Frage beantwortet: Wie wollen wir morgen aussehen, um unseren Daseinszweck voll und ganz zu verkörpern? Bei Loyco wurde diese Arbeit kollaborativ zwischen den Koordinationsrollen, dem Kultur-Team und dem Marketing-Team durchgeführt, um eine gemeinsame und verbindende Vision zu definieren...

Die Erfolgschancen bewerten

Sobald der Daseinszweck und die Vision geklärt sind, halten wir es für unerlässlich, einen Schritt zurückzutreten, um die realen Erfolgschancen durch eine SWOT-Analyse (Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken) zu bewerten. Obwohl sie weithin bekannt ist, bleibt sie ein Schlüsselinstrument der von uns angebotenen Methodik. In dieser Phase eingesetzt, ermöglicht sie es zu identifizieren, was intern wie extern die Verkörperung des Daseinszwecks und die Verwirklichung der Vision unterstützen oder im Gegenteil behindern kann.

Dieser Schritt wird durch einen Risikomanagement-Ansatz bereichert, der als strategischer Hebel integriert ist, um die Verbindung zwischen identifizierten operativen Risiken und strategischen Risiken herzustellen und Spannungsfelder zu identifizieren, die die Verwirklichung der Vision beeinflussen könnten.

Strategische Ziele und Teamziele definieren

Auf der Grundlage dieser Elemente ist die Organisation in der Lage, ihre Vision in konkrete und umsetzbare Ziele zu übersetzen.

Seit 2025 haben wir insbesondere in allen Teams von Loyco „strategische Cockpits“ eingeführt, um durch unsere strategischen Säulen – Nachhaltigkeit, Innovation und Finanzen – auf unsere Vision hinzuarbeiten. Diese Säulen ermöglichen es, klare Entscheidungen zu treffen, die Bemühungen auf das zu konzentrieren, was wirklich zählt, und einen Referenzrahmen für künftige Entscheidungen zu schaffen.

Ziel dieser Cockpits ist es, die Überwachung der wichtigsten Projekte zur Erreichung der strategischen Ziele von Loyco zu gewährleisten und eine Diskussion über strategische Herausforderungen zu ermöglichen.

Wie läuft ein Cockpit ab?
Sie werden von der Koordinationsrolle des Teams organisiert und finden 10 bis 12 Mal pro Jahr statt. Zudem wurden Rollen als „Business Model Coach“ eingeführt, um die Teams zu stimulieren. Die verschiedenen Verantwortlichen definieren Indikatoren im Zusammenhang mit den Ambitionen von Loyco in den Bereichen Berufsentwicklung, Innovation, Rentabilität sowie soziale und ökologische Auswirkungen.

Und Sie?

Und wie sieht es bei Ihnen aus? Verfügt Ihre Organisation heute über einen klaren, gemeinsamen Kurs, der bis in ihre Projekte hinein verkörpert wird?

Unser Team „Zukunft der Organisationen“ begleitet regelmäßig Organisationen bei diesen Fragen und steht für einen Austausch gerne zur Verfügung.

Marie Blaser

Head of Sustainability

Anm.: Dieser Artikel wurde auf Französisch verfasst und automatisch ins Englische und Deutsche übersetzt.